Zeiten des Wandels

Es gibt Zeiten im Leben die unterschiedlich sind. Jeder hat es schon erlebt. Das eigene Leben verläuft vergleichsweise einer Seefahrt mit einem Schiff.

Langezeit scheint die Sonne, das Wasser fließt ruhig und kaum ein Lüftchen weht. Ab und zu ziehen Wolken am Himmel auf und ab. Es ist eine ruhige Fahrt und kaum etwas Nennenswertes geschieht. Aber manchmal wechselt das Wetter und die Fahrt kann unruhig werden. Möglicherweise zieht sogar ein Unwetter auf und dann überschlagen sich die Wellen. Bald jedoch entfernt sich die Aufregung und die See wird wieder spiegelglatt. Dann geht die ruhige Fahrt weiter.

Wie bei dieser Seereise beschrieben, so ist es auch im eigenen Leben. Es gibt Zeiten wo alles mehr oder weniger gleichförmig verläuft. Da spult man tagtäglich seine Gewohnheiten ab und wiederholt seine Rituale. In extremer Weise läuft es wie im bekannten Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, wo jeder Tag dem anderen gleicht. Doch das Leben besteht aus Wandel und so wechseln Zeiten mit ihren Qualitäten und Bestimmungen.

Die anschließend beschriebenen unterschiedlichen astrologischen Zeitqualitäten sind den Transiten der Planeten Saturn, Pluto, Neptun, Uranus und Jupiter nachempfunden.

Es gibt Zeiten, wo einige Dinge schwerer laufen als gewohnt. Man bemerkt immer stärker, dass man sich an etwas stört das schon lange nicht optimal, aber immerhin erträglich war. Nun aber kommt etwas Belastendes hinzu und dadurch springen einige negative Punkte stärker ins Bewusstsein. Es gibt Einschränkungen oder Rückschläge die schwer zu ertragen sind. Die Stimmung ist gedrückt. Diese Zeiten sind für Überprüfungen und die Konzentration auf das Wesentliche gedacht. Was brauche ich wirklich und was hat sich überlebt?

Außerdem gib es Zeiten, wo man unter Druck und in Zwang gerät. Man kommt in Situationen in denen es scheinbar keine Wahl gibt. Nach dem Motto „entweder/oder“ meint man bestimmte Dinge gingen nur in einer extremen Weise. Oder man wird durch äußere Umstände und/oder andere Menschen zu etwas gezwungen. Man gerät unter Druck und/oder übt selbst Druck aus – was wiederum Gegendruck erzeugt. Man sieht kaum Spielräume für Alternativen, denn die eigene Sichtweise ist sehr eingeengt. In diesen Zeiten soll man sich von zu festen Überzeugungen von etwas klarer werden und diese relativieren.

Weiterhin gib es Zeiten mit großen Unsicherheiten. Dinge, die man im Griff zu haben meinte, gleiten einem wie ein glitschiger Fisch aus den Händen. Etwas (Beziehungen, Freundschaften, Arbeitsverträge, Besitz o.a.) beginnt sich aufzulösen und man hat kaum Möglichkeiten dieses festzuhalten. Der feste Boden unter den Füßen wird schlammig und man kann nicht mehr richtig stehen. Dadurch wird man immer unsicherer und vielleicht sogar ängstlich. Die eigene Zukunft erscheint unklar und man weiß nicht wie es weitergeht. Vielleicht geschehen seltsame Dinge über die man mit niemanden reden kann. Man fühlt sich einsam und allein. In diesen Zeiten wird man auf sich allein gestellt, um dadurch zu größerer innerer Klarheit zu gelangen.

Ferner gibt es ausgesprochen aufregende Zeiten. Man leidet unter Nervosität und Unruhe. Veränderungen geschehen plötzlich und man ist nur ungenügend darauf vorbereitet. Vielleicht möchte man selbst bestimmte Dinge einfach hinwerfen und aussteigen aus einengenden Situationen. Weil man unter Spannung steht handelt man möglicherweise unüberlegt. Diese Zeiten sind dazu da, feste Einstellungen zu etwas zu verändern. Man wird umdenken müssen um dadurch mehr Selbstbestimmung zu erlangen.

Schließlich gibt es Zeiten des Wachstums und des Erfolgs. Dinge, die man vor einiger Zeit eingeleitet hatte, erbringen nun Früchte. Man fühlt sich ausgesprochen wohl und schaut optimistisch in die Zukunft. Aufstieg und Expansion sind angesagt. Man darf nur nicht des Guten zu viel verlangen und meinen, es ginge unendlich so weiter. Denn auch Erfolge sind begrenzt. Irgendwann kommt die Gegenbewegung und neue Herausforderungen stehen an.

 

 

 

 

 

11. Oktober 2014Permalink